Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
28. März 1864
Neuausstattung der Königswohnung und des Wintergartens

München-Graggenau * König Ludwig II. beauftragt die Neuausstattung der Königswohnung in der Residenz. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um die Anschaffung neuer Möbel und um Tapeziererarbeiten. Gleichzeitig werden die Planungen für einen neuen Wintergarten in die Wege geleitet.

28. Mai 1867
Pläne für die Neugestaltung der Appartements und des Wintergartens

München-Graggenau * Der Hofbauinspektor Eduard von Riedel legt Pläne für die Neugestaltung der Appartements Ludwigs II. vor. Der König ist mit den Planungen nicht zufrieden und gibt die Aufgabe an Franz Seitz weiter.  

Riedel legt auch seine Pläne für die Herstellung eines Dachpavillons auf dem Dach des Festsaalbaus vor. Der Dachgarten ist nur ein kleines, zimmergroßes Häuschen aus Eisen und Glas mit einem rechteckigen Grundriss. 

um Januar 1869
Der erweiterte Wintergarten Ludwigs II. ist fast fertig

München-Graggenau * Der erweiterte Wintergarten Ludwigs II. auf dem Dach des Festsaalbaus ist fertiggestellt. Der König ist aber noch immer nicht zufrieden. Er will einen Maurischen Kiosk in seinem Dachgarten integriert wissen, der bereits im Herbst 1868 beauftragt worden war.

5. Oktober 1869
König Ludwig II. gibt erneuten Auftrag für einen Wintergarten

München-Graggenau * König Ludwig II. gibt Carl von Effner den Auftrag für einen neuen königlichen Wintergarten auf dem Dach des Festsaalbaus der Residenz, mit den Ausmaßen 69,50 x 17,20 x 9,50 Metern. Um der Längenausdehnung entgegen zu wirken, wird der Dachgarten im Süden durch einen Quertrakt erweitert. Dazu wird im Kaiserhof ein dreiachsiger Unterbau errichtet.  

Der für den neuen Wintergarten angefertigte Maurische Pavillon [Beauftragt im Herbst 1868] findet keine Verwendung. Er wird stattdessen im Park von Schloss Berg am Starnberger See aufgestellt. 

1882
Die Ausstattung der Schmederer-Villa

München-Au * Die Schmederer-Villa auf dem Nockherberg kann bezogen werden. 

  • Den Salon der Villa hat sich Franz Xaver Schmederer im Rokokostil ausmalen lassen, weil seine Ehefrau Therese schöne derartige Möbel und Bilderrahmen besitzt. 
  • Zudem befinden sich ein Venezianischer Glaslüster und ein großer Smyrnateppich aus dem Nachlass von König Ludwig II. darin untergebracht. 
  • Die Veranda ist ursprünglich offen und wird dann mit doppelten Fenstern eingeglast. Ein Ofen machte die Veranda auch im Winter benutzbar, die somit auch für frostempfindliche Pflanzen als Wintergarten genutzt werden kann. 
  • Das Treppenhaus und die offene Veranda sind mit Hirsch- und Rehgeweihen sowie Gamskrickeln aus dem Nachlass seines Schwiegervaters ausgeschmückt worden.
1897
Der abgebaute Königliche Wintergarten

München-Graggenau * Die Halle aus Glas und Eisen, die den Königlichen Wintergarten auf dem Festsaalbau der Münchner Residenz bedeckt hatte, wird abgebaut und auf dem Gelände der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg - MAN in Nürnberg wieder aufgerichtet. Sie wird im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs zerstört. 

1997
Das Badehaus der Deutschen Eiche wird erweitert

München-Isarvorstadt * Das Badehaus der Deutschen Eiche wird erweitert. Auf vier Etagen und 1.400 Quadratmetern finden sich eine finnische Sauna, Salzsauna, Whirlpool, ein großes Dampfbad, Duschbereich, Massageräume, Solarium, Dachgarten, Wintergarten, TV-Räume, Einzel- und Exklusivkabinen und ein gemütlicher Bewirtungsbereich.

Im Keller geht es zur Sache. Es gibt Darkrooms, in denen sich Paarungswillige vergnügen können. In einer Ecke gibt es eine Wand mit Löchern, sogenannte „Glory Holes“, für Oralverkehr - und vieles mehr.