Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
um Januar 1708
Giovanni Antonio Viscardi wird kayserlicher Hofpaumeister

Wien - Freystadt - München * Giovanni Antonio Viscardi wird aufgrund seiner vom ihm gebauten Wallfahrtskirche Maria Hilf bei Freystadt spätestens im Januar 1708 zum kayserlichen Hofpaumeister ernannt. Für Giovanni Antonio Viscardi bedeutete die Ernennung die höchstmögliche Anerkennung. Denn in Diensten des Kaisers zu stehen war - neben einer Anstellung beim Papst - durch nichts mehr zu toppen. 

1710
Einweihung der Wallfahrtskirche Maria Hilf

Freystadt * Aufgrund des Übergreifens des Spanischen Erbfolgekriegs auch auf die Oberpfalz - kann die von Giovanni Antonio Viscardi errichtete Wallfahrtskirche in Freystadt in der Oberpfalz erst im Jahr 1710 eingeweiht werden.

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf bei Freystadt wird als der einheitlichste Zentralbau des bayrischen Hochbarocks bezeichnet. Das Bauwerk beeinflusste die Weiterentwicklung der Sakralbaukunst im 18. Jahrhundert nachhaltig. 

1. August 1978
Der Nationalpark Berchtesgaden wird gegründet

München - Berchtesgaden * Der Nationalpark Berchtesgaden wird gegründet. Das 210 Quadratkilometer große Schutzgebiet im äußersten Südostzipfel Bayerns ist der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. 

Hier befindet sich mit dem 2.713 Metern hohe Watzmann auch der zweithöchste Berg Deutschlands. Der Königssee mit der berühmten Wallfahrtskirche Sankt Batholomä liegt tiefeingeschnitten zwischen Felsen und urwüchsigen Wäldern. 

3. September 2014
Die Wiesnwirte stiften eine Mordstrumm-Kerze

Planegg * Die Wiesnwirte der großen Festzelte treffen sich - wie jedes Jahr - in der Planegger Wallfahrtskirche Maria Eich, um dort eine mehrere Kilo schwere Kerze zu stiften. Diese Tradition hat der ehemalige Sprecher der Wiesnwirte und Festwirt der Bräu-Rosl, Willy Heide, nach dem Oktoberfest-Attentat im Jahr 1980 ins Leben gerufen. Sie soll für eine friedliche Wiesn stehen. Georg Heide, der Sohn des 2011 verstorbenen Willy, setzt die Tradition gemeinsam mit seiner Frau Renate und Tochter Daniela fort.

Bei den Münchnern hält sich aber eisern das Gerücht, dass das Mordstrumm von einer Kerze für eine sich pünktlich zum Wiesn-Beginn einstellende Schönwetterfront gestiftet wird. Denn schönes Wetter bedeutet für die Wiesnwirte auch gute Umsätze und damit Gewinn. Denn wie singen die Festwirte in Maria Eich: „Maria hilf uns allen aus unsrer tiefen Not“