Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
26. Januar 1679
Attentat auf Kanzler Caspar von Schmid

München-Kreuzviertel * Auf den baierischen Kanzler Caspar von Schmid wird im Jesuiten-Colleg ein Attentat verübt. Er kommt mit einer tiefen Fleischwunde glimpflich davon. Der unter Wahnvorstellungen leidende Attentäter wird für den Rest seines Lebens weggesperrt. 

1874
Die Ärzte attestieren dem Bayernprinzen Otto Paranoia

München * Nachdem Prinz Otto von Bayern partout nicht sterben will, attestieren ihm die Ärzte Paranoia. Darunter versteht man zu dieser Zeit Geistesstörungen mit Sinnestäuschungen, Wahnvorstellungen und Beziehungsideen, Verfolgungs- und Größenideen. 

13. Oktober 1886
Die Öffentlichkeit erfährt von der Krankheit des Prinzen Otto

München * Die Münchner Neuesten Nachrichten informiert die Bevölkerung ausführlich über die Lebensumstände und den Gesundheitszustand des neuen Bayernkönigs Otto I.. Die Öffentlichkeit erfährt erst jetzt, dass Prinz Otto an Verrücktheit oder Paranoia leidet.

„Der kranke König wird durch anhaltende Sinnestäuschungen (Halluzinationen) und Wahnvorstellungen so sehr vom realen Leben abgezogen, daß der Nichtunterrichtete [...] jeden geistigen Zusammenhang des Monarchen mit der Außenwelt für aufgehoben hält. Nur gelegentlich zeigen sich vorhandene Reste normaler Geisteskräfte. [...] Die Prognose geht mit Bestimmtheit dahin, daß an Heilung nicht gedacht werden kann. Auf die Lebensdauer hat das Leiden keinen Einfluß.“