Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
um April 1954
Die Arbeiten am Sylvensteinspeicher beginnen

Sylvensteinspeicher * Die Arbeiten am Sylvensteinspeicher beginnen. Der schnelle Start hängt direkt mit dem schweren Hochwasserjahr von 1954 zusammen. Der Hochwasserschutz hat politische Priorität.

Die Arbeiten beginnen mit der Einrichtung der Baustelle im Tal bei Fall. Die Zufahrtsstraßen und Arbeiterunterkünfte müssen errichtet werden, dann beginnen die Erdarbeiten und die Vorbereitung der Fundamente. Die Isar muss für den späteren Dammbau umgeleitet werden. Ein Hochwasser führt dazu, dass der Damm um zwei Meter höher ausgeführt wird, als ursprünglich geplant. Die Arbeiten dauern bis 1958 an.

22. Mai 1959
Das Beamtenhaus im Dorf Fall wird gesprengt

Sylvensteinspeicher * Das sogenannte Beamtenhaus im alten Dorf Fall wird gesprengt. Darin hat sich zuvor der letzte Bewohner von Fall verschanzt. Nun kann das Tal des Sylvensteinstausees vollständig geflutet werden. 

um 12. Juni 1959
Der Sylvensteinspeicher wird erstmals aufgestaut

Sylvensteinspeicher * Der Sylvensteinspeicher wird erstmals aufgestaut. Ergiebige Niederschläge füllen den Speicherseebis zum 16. Juni mit einem Spitzenzufluss von 626 Kubikmetern Wasser in der Sekunde. Das übertrifft das auf 600 Kubikmeter festgelegte sogenannte „Katastrophenereignis“ um 26 Kubikmeter.

Zum Glück hat man die Höhe des Damms um zwei Meter höher ausgeführt als ursprünglich geplant. Dadurch kann Bad Tölz und München vor größeren Schäden bewahrt werden.

um April 1995
Nachrüstungsarbeiten am Sylvensteinspeicher beginnen

Sylvensteinspeicher * Die in den 1970er-Jahren beginnende Diskussion über den zu erwartenden Klimawandel führt ab dem Jahr 1995 zu Nachrüstungen des Sylvensteinspeichers. Zur zusätzlichen Hochwasserentlastung wird der Damm um weitere viereinhalb Meter erhöht. 

22. Mai 1999
Das Pfingsthochwasser der Isar

München * Das sogenannte Pfingshochwasser wird durch starke Regenfälle vom 20. bis 22. Mai 1999 im Alpenraum ausgelöst. Der Hochwasserscheitel ist am 23. Mai mit 830 Kubikmeter in der Sekunde erreicht. Die Auswirkungen in München sind 

  • die gewollte vollständige Überflutung der Isarauen. 
  • Die starke Strömung bringt viel Treibholz mit. 
  • Dank des Sylvensteinspeichers kommt es zu keiner großflächigen Stadtüberflutung.