Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
16. Juni 1973
Uraufführung der Rocky Horror Show in London

London: Die englische Uraufführung der „Rocky Horror Show“ findet in der Studiobühne für 63 Zuschauer im Royal Court Theatre in London statt. Tim Curry spielt Frank N. Furter und Richard O’Brien ist in der Rolle des Riff-Raff zu sehen.

Das Stück zieht mehrfach in größere Säle um und erobert schließlich Londons Theaterbezirk im West End, wo es sieben Jahre auf dem Spielplan stehen wird. 

24. Juni 1977
Die „Rocky-Horror-Picture-Show“ in den Museum-Lichtspielen

München-Au * Die Verfilmung des Rockmusicals „Rocky Horror Show“ führte das Auer Spielfilmhaus in eine neue Ära. Die transsexuell-transsylvanische Party läuft seitdem regelmäßig in dem Filmtheater an der Lilienstraße. Durch die lange Laufzeit des Films wird der Filmtempel ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. 

Wie einst im „Arri“ bei den Nachtvorstellungen mit Eddie Constantine übernehmen auch hier die Zuschauer die Regie. Auch hier bildet sich wie aus dem Nichts eine kleine, aber hartnäckige Fangemeinde, die sich das verfilmte Musical wieder und wieder ansieht. Durch Mundpropaganda strömt das Publikum nur so herbei, schminkt sich grell und verkleidet sich eigens für den Kinobesuch mit Netzstrümpfen, Strapsen und Korsagen. Sie sprechen die Texte und singen die Lieder mit. 

Und dieses Publikum entwickelt Rituale, die dann oft selbst wieder Teile eines Films werden. Das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert. Zum Ritual gehört auch, sich an der Kinokasse ein Set mit Utensilien zu kaufen, das Reis, Luftschlangen, Wunderkerzen und anderes beinhaltet.