Leo Klenze wird Oberbaurat
München * Leo Klenze wird zum Oberbaurat im Ministerium des Innern ernannt.
München * Leo Klenze wird zum Oberbaurat im Ministerium des Innern ernannt.
München-Ludwigsvorstadt * Oberbaurat Johann Nepomuk Pertsch erhält den Auftrag zur Erstellung eines kostengünstigeren Entwurfs für den Bau einer protestantischen Kirche in München.
Als Standort für das evangelische Gotteshaus wird die Grünanlage in der Sonnenstraße festgesetzt.
München * Bis das Preisgericht zur Beurteilung der eingereichten Arbeiten erstmals zusammenkommt, vergehen nochmal eineinhalb Jahre. Diese erneute Verzögerung liegt ausschließlich in der Person des Königs begründet, weil dieser sich zunächst mit jedem einzelnen Entwurf selbst beschäftigt. Doch bei den anstehenden Staatsaufgaben und sonstigen Neigungen findet er für diese Tätigkeit nur gelegentlich Zeit und Muße.
Seine Einschätzung gibt er nicht preis, um dem Schiedsspruch der Fachleute nicht vorzugreifen. Das ist zunächst eine weise Entscheidung, die jedoch sofort wieder relativiert wird, da ja die letzte Entscheidung doch wieder beim König liegt.
Das Protokoll der Sitzung des Preisgerichts ist verschollen. Es ist nur bekannt, dass der Berliner Oberbaurat Wilhelm Stier den ersten Preis in Höhe von 4.000 Gulden zuerkannt bekommt und dass ein zweiter und ein dritter Preis nicht vergeben wird. Es ist aber auch klar, dass die Planungen Wilhelm Stiers - „der ungeheueren Kosten wegen“ - nicht zur Ausführung kommen werden. Die übrigen Konkurrenzentwürfe verschwinden in der Versenkung.
Friedrich Bürklein wird - vollkommen unabhängig vom Konkurrenzergebnis - mit der Ausführung der Pläne für das Maximilianeum und der Ausführung des umfangreichen Bauprogramms beauftragt. Über das Preisgericht und die eingelaufenen Bewerbungen legt man den Mantel des Schweigens.
München * Gottfried Semper zeigt König Ludwig II. das Modell des Festspielhauses. Der Monarch ist derart angetan, dass er dem Architekten per Handschlag nicht nur den Auftrag zum Bau erteilt, sondern ihn auch einlädt, nach München zu übersiedeln und Oberbaurat sowie Hoftheater-Intendant zu werden.
Da Semper den Platz auf dem rechten Isarhochufer favorisiert, steht freilich sofort die Anlage einer neuen Straße zur Debatte. Gottfried Semper schlägt dafür eine Nord- und eine Südvariante vor.
Obwohl das Bauterrain vom König nie erworben wird, fertigt Semper dafür bis Dezember 1867 die Planunterlagen an.
Haidhausen * Gleichzeitig mit der Verlegung der Bahngleise und der Errichtung des Ostbahnhofs, ist die Überplanung des Geländes zwischen der künftigen Bahnlinie und der Vorstadt Haidhausen unumgänglich geworden. Diese Aufgabe übernimmt der städtische Oberbaurat Arnold Zenetti.
München * In Anerkennung seiner Verdienste erhält Arnold Zenetti viele hohe Auszeichnungen: