In Schönbrunn in Wien wird ein Privatzoo gegründet
Wien * In Schönbrunn in Wien wird im barocken Schlossgarten die kaiserliche Menagerie durch Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, dem Ehemann von Maria Theresia, als Privatzoo gegründet.
Wien * In Schönbrunn in Wien wird im barocken Schlossgarten die kaiserliche Menagerie durch Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, dem Ehemann von Maria Theresia, als Privatzoo gegründet.
Wien * Der Schönbrunner Park und die Menagerie wird für „anständig gekleidete Personen“ frei zugänglich.
Damit stellt der Tiergarten Schönbrunn einen frühen Übergang von der höfischen Tierhaltung zum öffentlich zugänglichen zoologischen Garten dar und gilt als der älteste noch bestehende Zoo der Welt.
Paris * In Paris wird mit der Ménagerie du Jardin des Plantes der erste dauerhafte und moderne öffentliche Zoo eröffnet. Er ist aus der Französischen Revolution hervorgegangen. Die Tiere werden aus aufgelösten königlichen Menagerien (z. B. Versailles) hier zusammengeführt.
München * Das „Journal des Luxus und der Moden“ berichtet, dass es in München bei allen Ständen üblich sei, sich von „Lipperltheatern, Menagerien, Automaten und italienischen Puppenspielern“ unterhalten zu lassen.
Berlin * Der Zoologische Garten Berlin wird eröffnet. Der Zoo ist von Beginn an für die Öffentlichkeit bestimmt - ein entscheidender Unterschied zu älteren höfischen Menagerien.
Breslau * Carl Gabriel wird in Bernstadt in der Nähe von Breslau als Sohn eines Menageriebesitzers geboren.
München-Schwabing * Der erste - öffentliche - Zoo in München wird eröffnet. Er ist auf Initiative des Münchner Großhändlers Benedikt Benedikt in einem von ihm erstandenen Gelände am Englischen Garten entstanden.
Die Münchner Presse feiert den neuen Zoologischen Garten: „Während andere Weltstädte, wie London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Wien, Berlin, Frankfurt und Dresden längst ihre Tiergärten hatten, war der Münchner darauf angewiesen, zu warten, bis irgend ein Menageriebesitzer seine hölzerne Baracke vor dem Karlstor aufgeschlagen hat, und wo man im Gedränge meist bei großer Hitze und höchst unangenehmen Gerüchen nur vorübergehend die seltenen ausländischen Tiere beschauen konnte. Dieses ist nun anders geworden; auch München hat nun einen Tiergarten ganz eigener Art erhalten, es hat einen neuen Vergnügungsort gewonnen, der allgemeine Anerkennung verdient, denn er verbindet Belehrung und Unterhaltung, wie keiner in der ganzen Stadt, und wird mit Recht ein Lieblingsplatz der intelligenten Bevölkerung werden.“
München-Theresienwiese * 401 Wirts-, Verkaufs- und Schaubuden - darunter auch Völker- und Abnormitätenschauen, Menagerien, Varietés, Zirkuszelte und Museen - befinden sich auf der Theresienwiese.