Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
1806
Das 4. Chevaulegers-Regiment Bubenhofen in der Alten Isarkaserne

München-Isarvorstadt * In den Jahren 1806/07 ist auch das Depot des 4. Chevaulegers-Regiments Bubenhofen hier stationiert. Aufgrund akuten Platzmangels müssen einzelne Eskadronen in die provisorisch eingerichtete Lehel-Kaserne ausweichen, während auf der Kohleninsel zusätzlich Teile eines Fuhrwerksbataillons einquartiert werden.

um 23. Dezember 1807
250 Soldaten und 220 Pferde beziehen die neue Lehel-Kaserne

München-Lehel * Nachdem die Geistlichen aus dem Hieronymiten-Kloster ausgezogen sind, können schließlich 250 Soldaten und 220 Pferde die neue Lehel-Kaserne beziehen. Sie ist zwar nach der Bettenzahl die kleinste der fünf Münchner Kasernen, jedoch - mit Ausnahme der Alten Isarkaserne - die einzige Truppenunterkunft mit militäreigenen Stallungen. 

um 1814
Grundwasserverunreinigung durch die Pferde der Lehel-Kaserne

München-Lehel * Durch die jahrelange dichte Bewirtschaftung des Areals der Lehel-Kaserne mit Pferdeställen treten ernsthafte Probleme mit dem Grundwasser auf. Die Probleme, die zu zahlreichen Erkrankungen bei den Pferden durch schlechtes Wasser führt, wird übrigens erst ein Jahrzehnt später in Form einer zusätzlichen Wasserleitung beseitigt. 

um 1817
Die Lehel-Kaserne wird erneut erweitert

München-Lehel * Die Lehel-Kaserne wird erneut erweitert. Hierzu wird an der Nordspitze des Kasernengeländes bei der Pferdstraße, der heutigen Christophstraße, ein Teil der Stallungen durch den sogenannten Neubau ersetzt. 

um 1818
390 Personen und 352 Pferde in der Lehel-Kaserne

München-Lehel * Die Lehel-Kaserne besitzt eine Maximalkapazität von 390 Personen und 352 Pferdeständen.

  • Im ehemaligen Konventbau der Hieronymitaner, dem sogenannten Altbau, befinden sich vierzehn Mannschaftszimmer und fünf Küchen.
  • Der Mittelbau nördlich der Kirche beherbergt acht Mannschaftszimmer und zwei Küchen.  
  • Durch die anschließenden Stallungen getrennt befindet sich der Neubau.  
  • Er enthält die Wache, das Verhör- und Rapportzimmer.  
  • Darüber befinden sich weitere Büroräume, Magazine und Wohnungen. 
5. Februar 1819
Der Mittelbau der Lehel-Kaserne wird aufgestockt

München-Lehel * Da dem Fuhrwesen-Bataillon die Lehel-Kaserne immer noch zu klein ist, schlägt das Oberadministrativkollegium der Armee vor, den Mittelbau um eine Etage aufzustocken, um so sechs zusätzliche Zimmer für 102 Unteroffiziere und Mannschaften zu gewinnen. Der Plan wird an diesem Tag genehmigt und das Vorhaben bis zum Sommer ausgeführt.

1822
Mehr Pferde als Soldaten

München-Isarvorstadt * Die Alte Isarkaserne bieten die Stallungen Raum für insgesamt 236 Pferde, während die Mannschaftsunterkünfte nur noch auf 142 Soldaten ausgelegt sind. Die am Ufer gelegene Neue Isarkaserne übernahm einen Großteil der in der Lehel-Kaserne und der Alten Isarkaserne stationierten Kavallerie.