Toni Aron malt „Die schöne Coletta“
München * Toni Aron malt „Die schöne Coletta“ im Auftrag der Löwenbräu AG.
München * Toni Aron malt „Die schöne Coletta“ im Auftrag der Löwenbräu AG.
München * Die Bürgerbräu AG fusioniert mit der Löwenbräu AG.
München * Die Aktionäre der Löwenbräu AG stimmen der Fusion mit der Unionsbrauerei rückwirkend zum 1. Oktober 1919 zu. Obwohl Friedrich Ritter von Mildner offiziell den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernimmt, leitet dennoch Dr. Hermann Schülein das Großunternehmen.
München-Maxvorstadt * Nach dem Tod von Friedrich Ritter von Mildner übernimmt Dr. Hermann Schülein als Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender dessen Nachfolge in der Löwenbräu AG.
München-Maxvorstadt * Die Löwenbräu AG kann als erste Münchner Brauerei die Ein-Millionen-Hektoliter-Grenze durchbrechen.
München-Maxvorstadt * Im Vorstand der Löwenbräu AG,wird über die Angriffe der nationalsozialistischen Machthaber diskutiert. Das Protokoll vermerkt, „gewisse Anzeichen, die auf den künftigen Wegfall städtischer und staatlicher Bierlieferungen und darüber hinaus auf die Möglichkeit eines Boykottes abzielen“.
Daraufhin stellen einige jüdische Vorstandsmitglieder ihre Mandate zur Verfügung. Joseph Schülein zieht sich auf sein Gut Kaltenberg zurück. Dr. Hermann Schülein bleibt - aufgrund seiner unersetzlichen Fachkompetenz - formal im Löwenbräu-Vorstand, muss aber als Vorsitzender zurücktreten.
München-Maxvorstadt * Dr. Hermann Schülein tritt „mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand auf seinem Wunsch aus der Löwenbräu AG“ aus.
New York * Dr. Hermann Schülein, der ehemalige Generaldirektor der Löwenbräu AG, übernahm in New York die Funktion des Managing Directors der Liebermann-Rheingold-Brauerei. Ihr Bierausstoß liegt im Jahr 1953 bei 3,5 Millionen Hektoliter und hat Löwenbräu weit überflügelt.
München-Graggenau * Die Löwenbräu AG wird Mieter des Anwesens Burgstraße 5. Seither betreibt die Familie Winklhofer das Gastlokal mit dem historischen Ambiente unter dem Namen Hofer - Der Stadtwirt.
München-Haidhausen * An der Fassade des Unionsbräu an der Einsteinstraße 42 und im Innenhof werden zwei Gedenktafeln an die jüdische Brauerfamilie Schülein enthüllt. Die Tafeln hat der Münchner Bildhauer Toni Preis gestaltet. Die Festreden halten u.a. der Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers und die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. Charlotte Knobloch.
Der Text auf den Erinnerungstafeln lautet: „1885 erwirbt Josef Schülein das Anwesen Einsteinstraße (damals Äußere Wiener Straße) 38 - 44 und gründete die Unionsbrauerei Schülein & Co.. Am 5. Januar 1921 fusioniert die Brauerei mit der Löwenbräu AG. Dr. Hermann Schülein, der Sohn der Firmengründers, wird Vorstandsvorsitzender. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 werden die Schüleins auf Grund ihrer jüdischen Herkunft aus all ihren Funktionen gedrängt.
Dr. Hermann Schülein verlässt im Frühjahr 1936 Deutschland und emigriert mit seiner Familie in die USA. Joseph Schülein stirbt am 9. September 1938 auf Gut Kaltenberg. 1943/44 wird fast das gesamte Areal der Unionsbrauerei durch Bomben zerstört.
Auch in den USA als Brauereiunternehmer erfolgreich, unterstützt Dr. Hermann Schülein den Wiederaufbau Münchens. Er stirbt am 14. Dezember 1970.
Zu Beginn der 1990er Jahre werden die noch erhaltenen Kellerräume der Unionsbrauerei saniert. 1998 eröffnet dort ein Kulturzentrum mit Räumen für Theater, Film und Musik.“