Die Auer bauen eine Heilig-Kreuz-Kapelle am heutigen Mariahilfplatz
Au * Bei einem Hochwasser der Isar wird ein Kruzifix aus der Gegend um Tölz am heutigen Mariahilfplatz angeschwemmt. Die Auer bauen eine Heilig-Kreuz-Kapelle um das Relikt.
Au * Bei einem Hochwasser der Isar wird ein Kruzifix aus der Gegend um Tölz am heutigen Mariahilfplatz angeschwemmt. Die Auer bauen eine Heilig-Kreuz-Kapelle um das Relikt.
Kloster Plessis-les-Tours * Die sterblichen Überreste von Francesco di Paola werden von Calvinisten mit dem Holz eines großen Kruzifixes verbrannt. Frommen Katholiken gelingt es, einige Gebeine aus dem Feuer zu retten, welche als kostbare Reliquien in die Paulanerklöster von Plessis, Nigeon, Paris, Air, Neapel, Paola und Madrid gebracht wurden.
Haidhausen * Die Heilige Stiege zum Kruzifix am Gasteigberg wird abgerissen.
Haidhausen * Nachdem die Heilige Stiege auf dem Gasteig beseitigt worden ist, wird der Grund an den Kreuzbräu Mathias Rottenkolber und den Kreuzlgießergartenwirt Hagn verkauft. Für die beiden Figuren und das Kruzifix behält sich die Stadt das Eigentumsrecht vor.
Vorstadt Au - Haidhausen * Ein Hochwasser reißt die Hälfte der Äußeren Ludwigsbrücke weg. Eine pervers neugierige Menschenmenge hat auf der Äußeren Brücke gewartet, um dabei zu sein, wenn der nahe gelegene Kaiserwirt in sich zusammenfallen und in den Isarfluten mitgerissen wird. Die Schaulustigen glauben sich auf der aus Stein erbauten Brücke in Sicherheit, da sie gerade ihr eine hohe Standfestigkeit unterstellen.
Der Fuhrknecht eines Brauwagens, der den Flussübergang gerade passiert hatte, warnte die Gaffer, dass die Brücke wankt. Eine Totengräberin, die auf einem Schubkarren ein Kruzifix über die Brücke rollt, ruft: „Schauts auf, da Tod kummt!” Unmittelbar danach „knickte der östliche Brückenpfeiler ein, die Brückendecke senkte sich und stürzte dann in die Fluten“. Zwei weitere Bögen folgen nach. 108 Menschen stürzen in den tosenden Gebirgsfluss, nur sechs können gerettet werden.
München * Kultusminister Adolf Wagner lässt die Kruzifixe aus den Schulräumen entfernen und durch „zeitgemäßen Wandschmuck“ ersetzen. Die Verordnung führt zu massiven Elternprotesten.
München-Haidhausen * Adolf Wagner, Gauleiter sowie Innen- und Kultusminister, will mit dem „Kruzifix-Erlass“ alle Schulkreuze aus den Klassenzimmern entfernen. Das ist ein taktischer Missgriff erster Güte. Doch damit löst sich das Problem mit der Kündigung der bestehenden Mietverhältnisse im Maximilianeum anders. Nach massiven Alkoholexzessen erkrankt der NS-Gauleiter Ende 1941 schwer und muss bald darauf seine sämtlichen Ämter ruhen lassen.
Sein Nachfolger Paul Giesler entfaltet als Kultusminister kaum noch Initiativen.
München-Haidhausen * Die aus zwei Marmorfiguren und einem Bronze-Kruzifix bestehende Kreuzigungsgruppe wird in der Grünanlage nahe dem ehemaligen Leprosenhaus aufgestellt. Sein ursprünglicher Standort befand sich zuvor auf der gegenüberliegenden Straßenseite, beim heutigen Kulturzentrum.
München-Graggenau • Bei der an der Feldherrnhalle stattfindenden Demonstration gegen das Karlsruher Kruzifix-Urteil unterzieht sich Kardinal Friedrich Wetter nicht der Mühe, die Debatte zu versachlichen. Im Gegenteil, er heizt die emotional eh schon aufgeheizte Stimmung gegen das vermeintliche Karlsruher Intoleranzedikt noch an.
München - Freistaat Bayern * Die bayerische Staatsregierung beschließt, dass im Eingangsbereich von Dienstgebäuden künftig Kreuze - als Symbol „unserer bayerischen Identität und Lebensart“ aufgehängt werden sollen.