Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
um 1560
Die der Jesuiten erhalten ein großes Grundstück in Haidhausen

Haidhausen * Kurz nach Ankunft der Jesuiten in München erhalten diese ein großes Grundstück in Haidhausen an der heutigen Kirchen-/Ecke Elsässerstraße, den sogenannten Jesuitengarten.  Das Anwesen besteht aus einem „sonderlich erbauten Keller“ und einem von Planken eingeschlossenen, 6 Tagwerk großen Garten, von dem 3 Tagwerk als Krautgarten genutzt werden.

um 1. Januar 1669
Maulbeerplantagen in den kurfürstlichen Hofgärten

München - Au * Da es noch an ergiebigen Maulbeerplantagen mangelt, muss die Rohseide aus dem Ausland bezogen werden.  Zusätzlich lässt Kurfürst Ferdinand Maria „im großen Hofgarten, im Residenzgarten, Krautgarten, Kuchlgarten zu München, in den Hofgärten zu Dachau, Berg am Laim, Bogenhausen, Schleißheim und Nymphenburg“ eine große Menge Maulbeerbäumeanpflanzen.

Den Kapitalstock für das Unternehmen liefern sowohl Privatleute als auch die frühen Sozialeinrichtungen wie das Heiliggeistspital, das Städtische Waisenhaus oder das Leprosenhaus am Gasteig.

Eine barocke Gründerzeit-Mentalität ist zu verzeichnen. In grenzenlosem Vertrauen fließt das Geld in erstaunlichen Mengen, sodass bald mehrere Tausend Gulden zur Verfügung stehen, um in Italien Seidenspinner-Eier zu bestellen. Das übrige Kapital wird in den Neubau für ein Seidenhaus in der Au investiert.