Hans Wagner erwirbt das Hotel Treffler in der Sonnenstraße
München-Ludwigsvorstadt * Kommerzienrat Hans Wagner erwirbt das Hotel Treffler in der Sonnenstraße 23 und benennt es in Hotel Wagner um.
München-Ludwigsvorstadt * Kommerzienrat Hans Wagner erwirbt das Hotel Treffler in der Sonnenstraße 23 und benennt es in Hotel Wagner um.
München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt übernehmen gemeinsam die Direktion des Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße. Das Engagement dauert bis 15. Dezember 1916. Das sind fast eineinhalb Jahre.
München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Schau- & Sturzflüge im Zuschauerraum“ im Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße 23. Das Stück wird 98 mal aufgeführt.
München-Ludwigsvorstadt * Das Bühnenstück „Aus der guten alten Zeit - Unsere Bürgerwehr vor 100 Jahren“ von Karl Valentin und Alois Hönle hat im Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße Premiere. Die Regie führt Georg Rückert.
„Diese neue Idee von Karl Valentin soll nur bezwecken, das P.T. Publikum auf einige Stunden die jetzige schwere Zeit vergessen zu machen getreu dem alten Motto: ‚Lachen ist gesund‘.“
München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt beenden ihr Engagement im Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße.
München * Die rund 2.000 Streikenden ziehen gemeinsam von der Schwabinger Brauerei zu anderen Rüstungsbetrieben im Münchner Norden und schließlich in die Innenstadt in Richtung Hauptbahnhof. Der inzwischen auf 6.000 Menschen angewachsene Zug will in den Mathäserbräu, in dem aber bereits BMW-Arbeiter eine Versammlung abhalten.
Ihr Demonstrationszug endet schließlich im Hotel Wagner an der Sonnenstraße. Hier sprechen neben Fritz Schröder auch Sarah Sonja Lerch und Hans Unterleitner.
München-Ludwigsvorstadt * Eine Gruppe Soldaten besetzt die Versammlung der Deutschen Volkspartei München im Saal des Hotel Wagner. Die Eindringlinge stören den Ablauf derart, dass die Beratungen vorzeitig abgebrochen werden müssen.
Professor Ludwig Quidde erntet stürmischen Beifall der Versammelten, als er die Forderung formuliert: „Wir beanspruchen vom freien Volksstaat Bayern das, was der verfluchte Obrigkeitsstaat uns gewährt hat.“
München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Stücks „Ehescheidung vor Gericht“ im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“, Sonnenstraße 23.
Innerhalb von 15 Minuten tritt Liesl Karlstadt als Ehemann, Ehefrau, Sohn, preußischer Untermieter und als „Ratschkathl“ auf.
Das Stück wird in 64 Vorstellungen aufgeführt.
München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Bühnenstücks „Der Theaterbesuch“ im Kabarett Wien-München, im Hotel Wagner in der Sonnenstraße 23. Das Stück wird 156 Mal aufgeführt.
München-Ludwigsvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Beim Rechtsanwalt“ im Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße 23. Das Stück erlebt insgesamt 138 Vorstellungen.
München-Ludwigsvorstadt * Das „Panoptikum“ Karl Valentins im Hotel Wagner schließt - wegen Erfolglosigkeit - endgültig.

München-Hackenviertel * Karl Valentin eröffnet mit Martin Wegmann „im einzigartigen Luftschutzkeller mit Restauration und Vorstellung“ im Färbergraben 33 seine „Ritterspelunke“. Das Lokal ist eine Mischung aus Theater, Kneipe und Kuriositätenkabinett. „Es ist nicht mehr das alte Panoptikum, sondern eine Neufassung dieser Schmunzel- und Gruselschau, die nicht ihresgleichen hat.“
Das Konzept bleibt das alte, da im Wesentlichen die Objekte des Panoptikums aus dem Hotel Wagner in der Sonnenstraße hier wieder zur Aufstellung kommen. Die Verbindung von Kellerraum, Dämmerlicht, schaurige Szenen und akustischer Überhöhung löst beim Publikum eine Art Panik aus, die sich in Schreckensschreie entladen. Zusätzlich verändert Valentin fast täglich die Beschriftung und den Standort der Exponate.
So zweifelhaft der Bildungsanspruch des Panoptikums ist, so groß ist sein Unterhaltungswert. Einige Exponate, darunter beispielsweise „Mr. Roll - Erfinder der Rollgerstensuppe“ befinden sich noch heute in dem von Hannes König im Isartor ins Leben gerufenen Valentin-Karlstadt-Musäum.
„Zum Verlassen des Panoptikums kann der Ausgang kostenlos genützt werden, dagegen ist der Eintritt von 60 Rpf. am Eingang zu bezahlen.“