Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
1313
Die Giesinger Mühle liefert an das Kloster Schäftlarn

Untergiesing * Die Giesinger Mühle liefert jährlich 11 Metzen Getreide, 30 Pfennig Regensburger Währung, 100 Eier und 10 Käse an das Kloster Schäftlarn.

Wann der Schrafnagel-Müller die Mühle seinen Besitz nennen kann, ist ungeklärt. Wahrscheinlich war dies schon im 14. Jahrhundert.

1853
Simon von Eichthal macht die Giesinger Mühle zur Kunstmühle

Untergiesing * Simon von Eichthal erhält die Konzession zur Umwandlung der Giesinger Mühle in eine Kunstmühle.

Als solche bezeichnet man in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen technisch voll automatisierten Mühlenbetrieb, bei dem der Transport des Getreides zu den Reinigungsmaschinen, den Schälmaschinen und den Spitzgängen, von diesen zu den Mahlgängen, Sortiermaschinen usw. durch mechanische Vorrichtungen in Gang gehalten wird und sämtliche Arbeiten vollautomatisch ablaufen.

1894
Die Münchner Bäcker-Innung kauft dIe Giesinger Mühle

München-Untergiesing * Die Giesinger Mühle gehört der Münchner Bäcker-Innung, deshalb der Name Bäcker-Kunstmühle. Sie kauft die Mühle „mit allem lebenden und toten Inventar“ für 482.000 Mark. Nach umfangreichen Umbauarbeiten kann die Mühle noch im gleichen Jahr als Bäcker-Kunstmühle der Bäcker-Innung München eröffnet werden.

Die Wasserkraft des Auer Mühlbachs erzeugt hier 200 PS. Die Turbine wird circa 50.000 Stunden im Jahr betrieben. Der Elektromotor leistet 50 PS und läuft an etwa 1.500 Stunden im Jahr. In dem vollautomatischen Mahlbetrieb gibt es zwei getrennte Mahlsysteme, in denen 2.995 Tonnen Roggen und 6.412 Tonnen Weizen, also eine Gesamtleistung von 9.407 Tonnen im Jahr, gemahlen werden können.