München verfügt über 1.771 bürgerliche Gerechtigkeiten
München * München verfügt über 1.771 bürgerliche Gerechtigkeiten, einschließlich des Handels.
München * München verfügt über 1.771 bürgerliche Gerechtigkeiten, einschließlich des Handels.
Au * Kurfürst Max Emanuel verkauft den Falkenhof in der Au an den kurfürstlichen Rat und „Admodiateur der Bräuhäuser“, also den für die Vergabe der Braugerechtigkeiten zuständigen Verwaltungsmann, Johann Georg Messerer aus Aibling. Die auf Münchner Boden befindlichen Falkenhäuser waren das älteste beim Alten Hof und das neuere beim Kosttor.
Der ehemalige Falkenhof in der Au befand sich an der heutigen Falkenstraße 36 und unterstand einem Aumeister. Nachdem die dort gehaltenen Falken und die anderen wertvollen Vögel unter der Feuchtigkeit des Bodens sehr litten und in großer Zahl zugrunde gingen, ließ Kurfürst Max Emanuel ein zweckmäßigeres Falkenhaus vor dem Neuhauser Tor neu erbauen.
Der Falkenhof in der Au wird zwar sofort zum adeligen Sitz erhoben, doch darf ihn Johann Georg Messerer erst nutzen, nachdem der dort wohnende Falkner den Neubau an der Arco-, Barer- und Karlstraße beziehen kann. Messerer muss den neuen Falkenhof zu einem nicht unerheblichen Teil finanzieren. Dennoch erwirbt der kurfürstliche Rat in der Zwischenzeit alles käufliche Land um seinen Hof, darunter die Riegermühle und das Säggängerl.
München * Der Rat genehmigt dem Münchner Zunfthandwerk, dass sie ihre an die Person gebundene Gerechtigkeit vererben oder verkaufen können. Das führt dazu, dass der Erwerb einer Gerechtigkeit immer unerschwinglicher wird und sich vermögende Handwerker Gerechtigkeiten kaufen und ruhen lassen.
München * Von 986 Handwerksgerechtigkeiten ruhen insgesamt 66 - oder 6,7 Prozent. Damit sind Handwerksgesellen oder auswärtige Handwerker, die sich in München niederlassen wollten, gezwungen, sich unter Hofschutz zu stellen, als „Pfuscher“ zu arbeiten oder sich in den Vororten niederzulassen, in denen kein Zunftzwang besteht.
München * München verfügt über 1.397 bürgerliche Gerechtigkeiten, einschließlich des Handels. Das bedeutet einen Rückgang von 374 Gerechtigkeiten gegenüber dem Jahr 1618 - trotz des Anstiegs der Bevölkerungszahlen.