Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
8. August 1799
Die Kurfürstin-Witwe Maria Leopoldine muss München verlassen

Laibach * Die Kurfürstin-Witwe Maria Leopoldine wird „auf einige Zeit ins Friaulische versetzt“. Der Grund: Die Liebschaft zu dem Hof-Musikanten Franz Eck „wird immer größer und bedenklicher“. Dem Violisten im Hoforchester wird ein schlechter Ruf nachgesagt. Maria Leopoldine wird in Laibach einen unehelichen Sohn zur Welt bringen.

um 1870
Jährlich kommen etwa 15.000 Saisonarbeiter aus der Gegend von Udine

Königreich Bayern * Die bayerischen Ziegeleibarone holen jährlich etwa 15.000 Saisonarbeiter aus der Gegend von Udine und dem Friaul ins Land, da sie - so die offizielle Begründung - als „streng katholisch“ sowie „genügsam und anspruchsvoll“ gelten. Auch würden sie „am Montag früh stets vollständig zur Arbeit erscheinen, eine Eigenschaft, auf die man bei den einheimischen Arbeitern nicht bestimmt rechnen kann“.

Wesentlich interessanter war für die „Loambarone“ allerdings, dass die italienischen Arbeitskräfte gegenüber ihren deutschen Kollegen erheblich billiger waren und dass sie das in Italien traditionelle Akkordanten-System von jeglicher sozialer Verantwortung gegenüber den Ziegeleiarbeitern entband. Die Anwerbung der Ziegelarbeiter, den Fornaciai, übernahmen die Akkordanten oder Capuzats. Das waren Friulaner, die mit den hiesigen Verhältnissen bestens vertraut und sprachkundig waren und so als Bindeglied zwischen den Ziegeleibesitzern und den Arbeitern fungierten.

um 24. Oktober 1917
Die Offensive der Mittelmächte am Isonzo

Isonzo * Die Offensive der Mittelmächte am Isonzo führt zum Zusammenbruch der italienischen Front und zur Eroberung der Provinz Friaul-Julisch-Venetien. Große Teile der italienischen Armee werden gefangengenommen oder lösen sich auf. Großbritannien und Frankreich raten zum Kriegsaustritt Italiens. 

6. Mai 1976
Das Erdbeben im Friaul

Italien-Friaul - Avilla di Buia * Im Friaul in Nordostitalien ereignet sich ein schweres Erdbeben. Es trifft besonders die Region um Gemona del Friuli und Udine und hat eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Rund tausend Menschen kommen ums Leben, tausende werden verletzt, viele Orte schwer zerstört. Bis September 1976 gibt es weitere starke Nachbeben, die zusätzliche Schäden verursachen. 

Das Erdbeben zerstört auch die Kirche in Avilla di Buia, in der die im September 1875 aus Haidhauser Lehm geformte Marienfigur Aufstellung gefunden hat. Wie durch ein Wunder bleibt jedoch die „Madonna della Saluta“ nahezu unbeschädigt erhalten.