Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
6. April 1390
Bischof Berthold von Wehingen gewährt einen „vollen Ablass“ der Sünden

München-Graggenau * Berthold von Wehingen, der Bischof von Freising, gewährt allen Gläubigen, die  

  • die herzogliche Lorenzkapelle besuchen und die Andechser Reliquien bewundern,  
  • dort beichten und  
  • ein Almosen opfern,  

einen „vollen Ablass“ ihrer weltlichen Sünden.  

Entscheidend für die Anziehungskraft der Andechser Reliquien ist die ihnen zugesprochene Fähigkeit Wunder zu wirken. 

1394
Der Arm des heiligen Antonius wird wiederentdeckt

München-Graggenau * Im Münchner Franziskaner-Kloster wird der Arm des heiligen Antonius wiederentdeckt. Nach ihrer Wiederauffindung des in der Zeit der Großen Pest eingemauerten Oberarmknochens bildet die Reliquie des hl. Antonius das Ziel zahlreicher Wallfahrer. Den Antonius-Arm hatte Ludwig IV. „der Baier“ nach München gebracht, doch während eines Stadtbrandes ist er verloren gegangen.  

Die Franziskaner wollen mit dem Antonius-Arm an den Triumph der Andechser Reliquien anknüpfen. Doch der Antonius-Reliquie gelingt es nicht, München zum Wallfahrtsort zu machen.