Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
1719
Johann Theodor wird Bischof von Regensburg

Regensburg * Johann Theodor, der jüngste Sohn des baierischen Kurfürsten Max Emanuel, muss als 16-jähriger das Bistum Regensburg von seinem älteren Bruder Clemens August übernehmen, obwohl er nicht die geringste Neigung zum geistlichen Stand in sich fühlt. 

Doch sein übermächtiger Vater Kurfürst Max Emanuel droht ihm - mit unbeugsamer Härte - mit der rechtlichen Zurücksetzung innerhalb der Familie. Damit bewegt er seinen Sohn zur Annahme dieses hohen und sicherlich auch einträglichen Kirchenamtes. 

1746
Fürstbischof Johann Theodor wird zum Kardinal erhoben

Lüttich * Papst Benedikt XIV. kürt den Freisinger, Regensburger und Lütticher Fürstbischof Johann Theodor zum Kardinal. Was zunächst wie eine Rangerhöhung aussieht, ist in Wirklichkeit das Karriere-Ende des an Macht und Einfluss Gefallen findenden baierischen Wittelsbachers. Denn kein noch so „handgesalbtes“ Domkapitel wird einen Kardinal zum Bischof küren. Das verbietet schon der Standesdünkel.

Johann Theodor geht deshalb als „Kardinal von Baiern“ in die Geschichte ein. Seine Zeit verbringt der Kardinalswürden- und Purpurträger bis zu seinem Lebensende in Lüttich. 

27. Januar 1763
Kardinal Johann Theodor stirbt in Lüttich

Lüttich - Freising * Mit dem Tod des Kardinals und Fürstbischofs von Regensburg, Freising und Lüttich, dem Wittelsbacher Herzog Johann Theodor, endet die öfter unterbrochene Regentschaft des Wittelsbacher Herrscherhauses in Freising.