Münchner Zeitensprünge
2000
0 Chronik 2026
1595
Kurfürst Ernst von Köln ziehst zu seiner Mätresse

Arnsberg * Um seiner Mätresse Gertrud von Plettberg näher zu sein, zieht sich Ernst, der Kurfürst von Köln und Chef der fünf Bistümer Köln, Freising, Hildesheim, Lüttich und Münster, in seine Arnsberger Neben-Residenz zurück. Dort hat er zwischenzeitlich das Palais Landsberger Hof errichten lassen.  

Da Ernst in den meisten seiner Territorien nur wenig Ansehen genießt, stellt man ihm den 17-jährigen Baiernprinz Ferdinand zur Seite. Dieser wird zum Koadjutor (= Nachfolger) seines Onkels auf dem Kölner Bischofsstuhl gewählt. Ernst zieht sich daraufhin von fast allen Regierungsgeschäften zurück, behält sich allerdings die Rechte als Kurfürst in Reichsangelegenheiten vor und übt diese auch aus. 

Gemeinsam mit Gertrud von Plettberg hat Bischof Ernst einen Sohn: Wilhelm Freiherr von Höllinghofen. Er wird anno 1650 zum Fürstabt der Reichsabtei Stablo-Malmedy ernannt.  

13. September 1650
Der Kölner Kurfürst Ferdinand stirbt in Arnsberg

Arnsberg * Ferdinand, der Kölner Kurfürst und Bischof von Köln, Lüttich, Hildesheim, Münster und Paderborn, stirbt in Arnsberg/Westfalen. Sein Neffe, Maximilian Heinrich, übernimmt die Kurwürde sowie die Bistümer Köln, Lüttich und Hildesheim. Die Bistümer Münster und Paderborn gehen dem Hause Wittelsbach für einige Jahre verloren.

Wilhelm Freiherr von Höllinghofen, der gemeinsame Sohn des Fürstbischofs Ernst und seiner Mätresse Gertrud von Plettberg, übernimmt von ihm die Reichsabtei Stablo-Malmedy

10. Februar 1657
Wilhelm Freiherr von Höllinghofen stirbt

Schloss Höllinhofen * Wilhelm Freiherr von Höllinghofen, der Fürstabt der Reichsabtei Stablo-Malmedy und gemeinsame Sohn des Fürstbischofs Ernst und seiner Mätresse Gertrud von Plettberg, stirbt auf Schloss Höllinghofen. Maximilian Heinrich, der Fürstbischof und Kurfürst von Köln, wird Abt der Reichsabtei Stablo-Malmedy.