Philipp Apian wird in Ingolstadt geboren
Ingolstadt * Philipp Apian wird als Philipp Bienewitz [oder Bennewitz] in Ingolstadt geboren.
Ingolstadt * Philipp Apian wird als Philipp Bienewitz [oder Bennewitz] in Ingolstadt geboren.
Ingolstadt * Der 21-jährige Philipp Apian übernimmt die Druckerei seines Vaters und erhält im selben Jahr eine Professur an der Universität Ingolstadt. Er lehrt hier Mathematik und beginnt parallel dazu ein Medizinstudium.
Ingolstadt * Herzog Albrecht V. erteilt Philipp Apian den Auftrag, das Herzogtum Baiern kartographisch zu erfassen. Der Herzog gefällt sich als Förderer der Wissenschaft, weshalb er seinen Ingolstädter Studienkollegen mit diesem Mammutprojekt betraut. Die Karten sollen die 1526 bis 1533 entstandene Bairische Chronik des Johannes Aventinus ergänzen.
„Sechs oder schier sieben Summer“, von 1554 bis 1561, reitet Philipp Apian mit seinem Bruder Timotheus und einem Vermessungsgehilfen Ober- und Niederbaiern, die Oberpfalz, das Erzbistum und Hochstift Salzburg und das Bistum Eichstätt und führt Landvermessungen durch. Das zu bearbeitende Gebiet umfasst rund 50.000 Quadratkilometer.
Ingolstadt * Nach der Vermessung des Landes arbeitet Philipp Apian an der Ausarbeitung der großen „Baiernkarte“.
Ingolstadt * Die in Holz geschnitzte Wappensammlung von Philipp Apian umfasst insgesamt 646 Wappen der baierischen Geistlichkeit, des Adels und der Städte und Märkte Baierns.
München * Philipp Apian lässt auf der Basis der Großen Karte,von Jost Amman Holzschnitte im kleineren Maßstab von 1:144.000 anfertigen. Diese in 24 Holzschnitten aufgeteilten sogenannten Bairischen Landtafeln verlegt Philipp Apian in seiner eigenen Druckerei. Die Genauigkeit der Landkarten wird erst im 19. Jahrhundert übertroffen.
Ingolstadt * Als überzeugter Protestant muss Philipp Apian - auf Betreiben der Jesuiten - die Universität Ingolstadt verlassen. Er geht nach Tübingen.
München-Graggenau * Im Auftrag von Herzog Albrecht V. fertigt Philipp Apian einen Globus, der im Bibliotheksraum im Obergeschoss des Antiquariums der Residenz aufgestellt wird.
Tübingen * Philipp Apian verliert nach 14-jähriger Lehrtätigkeit an der Universität Tübingen seinen Posten, weil er sich weigert, den Calvinismus zu verdammen.
Bis zum Ende seines Lebens widmete sich Apian der Vervollständigung seines topografischen Werkes. Zusammen mit einer Beschreibung des Landes Bayern sollte die Sammlung die Darstellung des Landes auf den Landtafeln ergänzen und vervollständigen. Philipp Apian ist über der Arbeit an Sammlung und Beschreibung verstorben.
Tübingen * Der Mathematiker, Arzt, Kartograph und Heraldiker Philipp Apian stirbt in Tübingen.
München * Die aus dem Jahr 1563 stammende, rund sechs mal sechs Meter große Baiernkarte des Philipp Apian wird als „wertloser Plunder“ verbrannt. Zum Glück haben sich die 24 verkleinerten Holzschnitte der Karte erhalten, die als „Baierische Landtafeln“ bekannt sind.
München-Lehel * Erst mit dem Topographischen Atlas liegt ein Nachfolgewerk von Philipp Apians Baiernkarte aus dem Jahr 1563 vor.